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bb)    Prognose der Verfahrenskosten

Dem Vermögen des Schuldners sind die Verfahrenskosten des jeweiligen Verfahrensabschnitts gegenüberzustellen. Diese hat das Gericht im Rahmen einer realistischen Prognoserechnung zu bestimmen. In der Praxis sind die voraussichtlichen Kosten eines Insolvenzverfahrens zwar je nach Einzelfall unterschiedlich hoch, das Insolvenzgericht weiß in der Regel aber, in welcher Höhe die Kosten eines Verfahrens einzuschätzen sind. Der Gebühren- und Vergütungsberechnung ist zunächst das vorhandene tatsächliche Vermögen des Schuldners als Gegenstandswert und Berechnungsgrundlage zugrunde zu legen. Hinsichtlich der anfallenden Gebühren und Vergütungen von Insolvenzverwalter oder Treuhänder dürfte regelmäßig vom Mindestgebührensatz oder Mindestbetrag der Vergütung auszugehen sein (§ 2 Abs. 2, § 13 Abs. 1 Satz 3 InsVV). Im gerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahren nach §§ 306 ff. InsO sind neben der bereits angefallenen Gebühr für den Insolvenzantrag (KV GKG 2320) besonders die Auslagen der Zustellung des Schuldenbereinigungsplans an die Gläubiger nach § 307 Abs. 1 Satz 3 InsO) zu berücksichtigen. Als Kosten des Insolvenzverfahrens sind sämtliche nach § 54 InsO vorweg zu befriedigenden Kosten anzusetzen. Für das Restschuldbefreiungsverfahren als eigenem Verfahren ist von der Mindestvergütung des Treuhänders nach § 14 Abs. 3 InsVV auszugehen.


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