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bb)    Zeitpunkt der Antragstellung

Obwohl für den Antrag auf Gewährung von Kostenstundung die Regelungen der §§ 20 Abs. 2 287 Abs. 1 InsO ergänzend herangezogen werden, gelten sie doch nicht unmittelbar für diesen Antrag. Nach § 4a InsO unterliegt der Schuldner keiner Frist zur Antragstellung. Dies ist sachgerecht, denn wenn sich im Insolvenzeröffnungsverfahren auf Grund der Prüfung des Sachverständigen herausstellt, dass die Kosten des Insolvenzverfahrens aus der künftigen Insolvenzmasse nicht gedeckt werden können, muss es dem Schuldner möglich sein, durch Gewährung der Kostenstundung die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu erwirken und eine Abweisung mangels Masse zu vermeiden (§ 26 Abs. 1 Satz 2 InsO). Auch im eröffneten Insolvenzverfahren muss der Schuldner die Möglichkeit haben, durch Gewährung der Kostenstundung eine Einstellung nach § 207 InsO zu verhindern. Schließlich kann im bereits laufenden Restschuldbefreiungsverfahren währen der Wohlverhaltensperiode eine Kostenstundung beantragt werden, wenn sich herausstellt, dass die Kosten des Restschuldbefreiungsverfahrens, insbesondere die Mindestvergütung des Treuhänders, nicht gedeckt werden können (§ 298 InsO).


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