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In der Insolvenzordnung (InsO) ist der Ablauf der Privatinsolvenz geregelt. Zunächst ist ein Einigungsversuch durchzuführen, erst dann wird ein gerichtliches Insolvenzverfahren durchgeführt (Einigungsversuch, gerichtliches Insolvenzverfahren und Wohlverhaltensperiode).


1. Abschnitt - Der Einigungsversuch

Zunächst einmal ist jeder Schuldner verpflichtet, zu versuchen, auf anderen Wegen seine Entschuldung zu versuchen. Er kann versuchen, dass Gläubiger auf Forderungen verzichten oder diese mit einem Teilbetrag – dieser kann von Dritten bereitgestellt werden – zufrieden zu stellen.

In Deutschland gibt es ca. 6 Millionen überschuldete Privatpersonen. Um nicht alle Verfahren beim Insolvenzgericht anhängig zu machen, muss vor der Beantragung der Privatinsolvenz ein Einigungsversuch durchgeführt werden.

Sollte dieser Einigungsversuch erfolgreich verlaufen, wird eine Privatinsolvenz vermieden und somit die Insolvenzgerichte entlastet. Wenn die Möglichkeit besteht, dass von Dritten ein Teil der Schulden bezahlt werden können, wird von unserer Kanzlei immer versucht, einen erfolgreichen Einigungsversuch durchzuführen. Erst wenn keine erfolgreiche Einigung erzielt wird, kann die Privatinsolvenz angemeldet werden.

Entweder endet ein Einigungsversuch also mit einem erfolgreichen Vergleich oder der entsprechenden Bescheinigung über das Scheitern gem. § 305 InsO und somit kann das gerichtliche Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt werden.


2. Abschnitt – Das gerichtliche Insolvenzverfahren

Den Ablauf der gerichtlichen Privatinsolvenz unterteilt man in zwei Abläufe, zum einen das Insolvenzverfahren selbst und zum anderen die Wohlverhaltensperiode.

Rechtsanwalt Weber und sein Team werden Sie in allen Abschnitten der Privatinsolvenz beraten und betreuen.
Die kosten einer Erstberatung betragen nach RVG 190 Euro zzgl. MwSt.

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Die beiden Abschnitte dauern zusammen sechs Jahre lang, wobei die jeweilige Dauer der Abschnitte unterschiedlich sein können. Dauert das Insolvenzverfahren zwei Jahre, erfolgt die Wohlverhaltensperiode in vier Jahren.

Im gerichtlichen Insolvenzverfahren werden die Schulden festgestellt, das pfändbare Einkommen abgeführt und die Vermögenswerte des Schuldners (soweit vorhanden) verwertet. Danach ergeht ein Erlassbeschluss. Mit diesem Beschluss ist das gerichtliche Insolvenzverfahren beendet und die Wohlverhaltensperiode beginnt.

 


3. Abschnitt – Die Wohlverhaltensperiode

Während der Wohlverhaltensperiode hat der Schuldner die Pflicht, den pfändbaren Teil seiner Einkünfte an den Treuhänder abzuführen. Dieser pfändbare Teil errechnet sich aus dem Nettoeinkommen des Schuldners abzüglich des Pfändungsfreibetrages.

Aufgrund der Mittellosigkeit des Schuldners sind nicht nur die Schulden nach dem Verfahren erlassen, auch vorhandene Werte hat der Schuldner neben dem pfändbaren Teil des Einkommens zur Schuldentilgung einzusetzen.

 

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